Confessionals: Schreiben durch Scham und die Angst, gesehen zu werden
Djibril Sall
he | him
Freitag
13:00-14:30
Studio 1

Dieser Schreibworkshop lädt dazu ein, das Geständnis als persönliche Praxis der Befreiung zu nutzen, das für sich selbst und nicht unter einer Autorität geschieht. Gemeinsam werden wir das Schreiben nutzen, um Scham und die Angst, gesehen zu werden, zu durchqueren und das, was bisher festgehalten oder verschwiegen wurde, in etwas zu verwandeln, das man formen, halten und loslassen kann. Dies ist ein Raum für Experimentieren, Fürsorge und Risiko, in dem das Geständnis zu einem Werkzeug der Selbsterkenntnis statt der Selbstverleugnung wird.

Djibril Sall
Djibril Sall ist ein queerer senegalesischer Performer, Choreograf und Schriftsteller, dessen Arbeit an der Schnittstelle von rassialisierter Migration, Zugehörigkeit und Dazwischensein liegt. Geboren in Dakar und aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie im tiefen Süden der Vereinigten Staaten, wird seine Praxis durch Bewegungen über klassen-, rassialisierte und geopolitische Grenzen hinweg geprägt. Ausgehend von seiner eigenen Migrationsgeschichte fragt er, wie Trauma zu einem Ausgangspunkt für Vergnügen, Offenheit, Loslassen und herzliche Verbindung werden kann.
Basierend in Berlin arbeitet Djibril in den Bereichen Tanz, Performance und verkörperte Forschung. Seine choreografischen Arbeiten wurden in Sophiensaele, Tanz im August, Tanznacht, SAVVY Contemporary, Ballhaus Ost, ImPulsTanz (Wien) präsentiert. Er wurde eingeladen, in Werken aufzutreten, die im radialsystem (Berlin), Centre Pompidou (Paris), Stedelijk Museum (Amsterdam) und DARK MOFO (Australien) gezeigt wurden. Seine neueste Arbeit, DJAM LEELII, feierte im November 2025 in den Sophiensaelen Premiere.
